So ganz ohne persönlichen Check gebe ich Tipps ja nur selten weiter. Doch da die Quelle sowas von zuverlässig ist, was kulinarische Höhepunkte anbetrifft, sei an dieser Stelle eine Ausnahme gemacht und ein Kleinod weitergegeben: Unweit des Bonner Café Blau (konkret: zwei Häuser links daneben in der Franziskanerstraße) gibt es einen Koreaner, der köstliche und preiswerte Gerichte anbietet und dabei im Mutter-Vater-Kind-Betrieb auch höchst nett im Service ist. Exklusiv samstags wird eine große Schüssel Chapchae zubereitet und an die Fans verkauft. Wat dit is? Ein Salat aus Glasnudeln und gebratenem Gemüse, mit Sojasauce und Sesam gewürzt – sehr schmackhaft.
27.11.08
19.11.08
What Cinderella dreams of: Trafford Center, Manchester
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Wenn man den Vatikan mit dem Buckingham Palast kreuzt und mit ein bisschen Versaille veredelt, was kommt dabei raus? Richtig – ein gigantomanisches Shoppingcenter am Rande von Manchester: Trafford Center at Barton Square. Das wäre jetzt nicht der erste Tipp gewesen? Meiner auch nicht. Aber ich hätte ohnehin nicht gedacht, dass ich mal ***n Stunden in einem Einkaufszentrum verbringen würde. Wie, ich habe genuschelt? *e*n Stunden. Immer noch nicht verstanden? Hm, ja räusper: Zehn Stunden. Ich gebe es zu. Und ich habe keine einzige bereut. (mehr…)
18.11.08
Manchmal packt’s mich, dann will ich klotzen und nicht kleckern, brauche die volle Ladung und backe keine kleinen Brötchen: Der Schmacht nach indischem Essen führte mich innerhalb von vier Tagen gleich viermal zum Inder. Natürlich immer zu anderen und zum Glück haben die meisten Gerichte meine Gelüste erfüllt. Das sah am Anfang nämlich nicht so aus: (mehr…)
06.11.08
Don’t do this at home: gebügelte Hühnchen
Posted by getestet under Auf nach woanders!, Essen gehenLeave a Comment
Ich war mir ja nie sicher, ob die Speisekarten, die Axel Hacke so oft zitiert, wirklich existieren. Dass es herrliche Übersetzungsfehler gibt, ist klar, aber an den Originalen hatte ich meine Zweifel. Seit neulich ist das anders: eine Leserin habe in Budapest “gebügeltes Hühnchen” auf der Karte entdeckt. Ich war das nicht, aber: da war ich auch! Jawoll, habs mit eigenen Augen gesehen. Was das sein soll, erläuterte sich bei einem Blick auf die spanische Version der Speisekarte dieses angeblich mit bayuwarischer Küche vertrauten Restaurants: pollo a la plancha, also auf der Platte [hier vielleicht im Kontaktgrill?] gegrillte Hühnerbrust.
Wir hatten dort panierten Schafskäse mit gegrillten Auberginen (sehr mächtig, etwas salzig, aber gut) und Nürberger Roschtbratwürschtl mit Sauerkraut. Auch wieder riesige Portionen, von einem nur mäßig gut gelaunten Kellner serviert. Wahrscheinlich lag das daran, dass er die etwa 60 verschiedenen Obstler im Regal nicht selber trinken durfte. Wie die Location heißt, weiss ich nicht mehr, aber auf der Kiraly útca in der Nähe der Teréz Körút gibt es nur dieses einschlägige Restaurant – ein Blick auf die Speisekarte lohnt allemal.
Wir sind dort eher zufällig und vollkommen ausgehungert gestrandet. Wer noch mehr Energie zum Herum(oder Zurück-)wandern hat, könnte den überaus günstigen Mittagstisch eines kleinen Restaurants am Hösök tere, gegenüber den Museen ausprobieren.
06.11.08
Wenn Schein mehr zählt als Sein
Posted by getestet under Auf nach woanders!, Kaffee und KuchenLeave a Comment
Kristallene Lüster, schwere Vorhänge, kunstvoll geschnitze Stühle, feinziselierter Deckenstuck: die Einrichtung des berühmten Café Gerbaud in Budapest am noblen Vörösmarty Tér [also am Vörösmarty-Platz] macht schon was her. Kaiserinnen und Könige haben hier bereits gespeist und ihren Kuchen verzehrt. Also nichts wie hin -zum Anschauen zumindest. Denn so hui das Äußere, so enttäuschend war, was wir letztendlich zu horrenden Preisen serviert bekamen: Einen durchschnittlich leckeren Kaffee und eine Sachertorte, die im Original-Hotel um einiges besser schmeckt – und größer ist. Zudem wird auf der Terasse noch eine Bedienungspauschale aufgeschlagen, was ich ziemlich dreist finde, zumal die rustikal gekleideten Serviererinnen überall hin außer nach ihren Gästen schauen. Ein Erlebnis ist es trotz alledem, doch gibt es andere Cafés, die ebenso atmosphärisch, dafür viel günstiger sind und besseren Kuchen servieren.
Café Gerbaud
Vörösmarty Tér 7
Budapest
06.11.08
… die hat ein Herz aus Paprika
Posted by getestet under Auf nach woanders!, Essen kaufen, Schokolade und GewürzeLeave a Comment
Als ich klein war, hatten wir einen Nachbarn, der mich immer aufzog, indem er trällerte: “Die Julischka, die Julischka aus Buda Budapest, die hat ein Herz aus Paprika, das keine Ruhe läßt!” Wieviel Wahrheitsgehalt in diesen Worten liegt, sei mal dahin gestellt, doch habe ich das lange für ein albernes Liedchen gehalten und wusste nicht so recht etwas damit anzufangen.
Die späte Erkenntnis kam beim Besuch der großen Budapester Markthalle, die schon rein architektonisch unbedingt auf der Besuchsliste stehen sollte: (mehr…)
06.11.08
Dont judge a book by its cover, das wusste schon Mary Poppins. Denn wenn sich ein Laden “Okay Italia” nennt, hört sich das erstmal ziemlich grausig nach dickem, nicht durchgebackenem Teig mit fettriefendem Belag ohne Geschmack an, serviert bei Ramazotti-Gedudel. Aber wenn man den ganzen Tag Kilometer um Kilometer durch diese Metropole gelatscht ist und spät abends einen tierischen Hunger, doch auf die Optionen im Umkreis nicht so wirklich Bock hat, ist irgendwann alles egal.
Und siehe da: nur der Name ist schrecklich, innen empfängt den Besucher ein freundlicher, moderner Raum mit offenem Mauerwerk, Schieferbrunnen und allerlei jungem Publikum, das sich an den mit karierten Tüchern gedeckten Tischen die Pizza schmecken lässt. Die sieht durchweg dünn und knusprig aus und nur die hausgemachten Spinatgnocchi in Safransauce lenken mich von der Wahl des italienischen Klassikers ab. Die Gnocchi werden ebenso wie die Spaghetti Aglio Olio meines Begleiters in einer standesgemäßen ungarischen Portion serviert – gut, dass wir uns den “kleinen” Vorspeisensalat geteilt haben. Der war auch frisch, sehr bunt und knackig. Inklusive Getränke haben wir 7500 Forint gezahlt – nicht wirklich teuer.
Sehr hilfreich: das Menu gibts auch auf englisch und italienisch. Közönöm!
Okay Italia
Szent István körút 20 (Filiale: Nyugati tér 6)
In der Nähe der Margit Hid (das ist die Brücke südlich der Margareteninsel)
05.11.08
Gibt es was schöneres, als ein herzhaftes, höhnisches Lachen? Die gefühlten fünfhunderttausend Oleander an der Kommandantenstraße werden seit ein paar Wochen verkauft. Für nen Zehner der Topf. Erst wars zu trocken, da hingen die Köpfchen schlapp herab und jetzt sind die Bäumchen fast schon unterkühlt. Sind aber noch ne Menge da, also los, Optimisten Berlins: so günstig wirds nie wieder. Vielleicht statt Weihnachtsbaum?
04.08.08
Noch nicht ganz ausgereift, aber durchaus brauchbar:
Wichtig ist nur, dass man im Menü links die Fahrradoption anklickt.
04.08.08
La Leander in Potsdam: Wo echter Service zuhause ist
Posted by getestet under Auf nach woanders!, Berliner Umland, Kaffee und KuchenLeave a Comment
Wenn nach langer Tour in einer eigentlich unbekannten Stadt die Erinnerung des Begleiters ein sehr nettes Plätzchen hervorkramt und man sich dort im La Leander in der Benkerstraße 1 bequem niederlassen kann; wenn dort zur Erbauung des Publikums zwei Damen auf Grammophonen Schellackplatten aufspielen, deren Musik schlagartig die Laune aller Anwesenden nochmals bessert; wenn dort auch noch eine sehr nette Bedienung die Bestellung aufnimmt – kann das übertroffen werden? (mehr…)
04.08.08
Arme Ritter hinter Potsdams sieben Bergen
Posted by getestet under Auf nach woanders!, Berliner Umland, Essen gehenLeave a Comment
Wer hätte das gedacht: Kaum seufzt man ein ganzes Jahr dem rheinischen Siebengebirge nach, entdeckt man kurz hinter Potsdam ein paar Hügel, die die Sehnsucht zu stillen vermögen. Gut, sie sind nicht so hoch und der Blick auf den Rhein muss dem Blick auf die Havel weichen. Doch sind die armen Ritter, die es dort gibt, gar köstlich.
Aber der Reihe nach: (mehr…)
08.07.08
das will ich angucken, dort will ich hin ….
Posted by getestet under Berlin, im Vorübergehn[2] Comments
… war da schonmal jemand? … irgendwie so muesste eine Kategorie heissen. Denn es geht mir ganz oft so. Entweder im Vorbeifahren oder vorbeisurfen. So wie hier, hört sich nämlich echt nett an:
http://reuterkiez.net/2008/02/26/vogel-fische-tristeza/
Zufällig bin ich gestern erst dort in der Gegend gewesen. Aber dann doch nicht in der Pannierstraße. Weiter nördlich ist momentan ja auch schon genug im Wandel. Sehr spannend, Boomstadt Berlin.
02.07.08
Sagenumwoben geistert die Mär der legendären Ostschrippe durch die Lande. War sie wirklich so viel besser, authentischer, lockerer, leckerer? Testen lässt sich dies in der Feinbäckerei Gabriel, einem höchstcharmanten Bäckerlädchen in Pankow. Vor der Tür ein Tisch und vier Stühle, drin nochmal so viele Sitzgelegenheiten und gleich Rechterhand des Eingangs die aquariumgleiche, recht eckige und damit sehr antiquiert-charmante Theke. Das Glas trennt uns von zig Sorten Kuchen und Teilchen, alle mit Liebe und Hingabe gefertigt, wenn auch nicht so auf Optik und Style getrimmt, wie das derzeit so gern gemacht wird. Nicht, dass ich den französisch-englischen Blümchenstyle nicht mögen würde, aber die Einfachheit der Feinbäckerei ist erfrischend.
An der Wand dahinter sind die Brotregale angebracht, auf Tischhöhe stehen Körbe voller frischer Brötchen: handgeschliffene Schrippen, die aussen leicht matt aussehen und für unser hochglanzverwöhntes Auge erstmal drüsch wirken mögen. Doch sie sind alles andere: beste elastische Konsistenz, fluffig und irgendwie echt. Für Antipuristen gibts auch Sesam-und Mohnbrötchen, zusätzlich alle Körner-Bindestrich-Brötchen, die man sich vorstellen kann. Alles handgeschliffen, ideal gegangen und gegart. Mein absoluter Favorit sind die Buchweizen-Brötchen: in keiner anderen Bäckerei habe ich sie bisher gefunden, was ein Wunder ist. Denn der hohe Lecithin-Gehalt des Buchweizen wirkt lockernd wie Eier. Sein besonderes Aroma macht die Brötchen zu idealen Begleitern für standfeste Käse, aber auch für Marmeladen aus Früchten mit Standing. Ganz großes Kino.
Feinbäckerei Gabriel Florastr. 34 Pankow (Höhe Florapromenade) Öffnungszeiten: wie früher – bis 18 Uhr, Samstags bis 12.02.07.08
Entspannt unhip: Tofu-Haus
Posted by getestet under Berlin, Essen gehen, Schnell was essenLeave a Comment
Mit Besuch im Prenzlauer Berg unterwegs, mittags mal was essen wollen — eigentlich keine große Aufgabe, aber wenn man nicht sooo viel Lust auf Kollwitz- und Helmholtzplatz-Publikum hat, muss man ein bisschen in die Nebenstraßen ausweichen.
Mein Favorit für asiatischen Mittagsschmacht ist das Tofu in der Erich-Weinert-Str. 1, 10439 Berlin.
Da ein Blog-Kollege das Essen schon ausführlich beschwärmt hat, verlinke ich diesmal einfach. Und wo wir schon dabei sind: bei der Suche nach der genauen Adresse bin ich auf einen Artikel über einen Berliner Tofuproduzenten gestoßen. Wat et hier nich allet jiibt.
02.07.08
Bescheidene Geister: Berliner Likörfabrik am IfgB
Posted by getestet under Berlin, Verzückend!, Wein & GeistreichesLeave a Comment
In bauchigen Gläsern blubbern bunte Flüssigkeiten, es riecht geheimnisvoll und bei all den Apparaturen, Schläuchen und Kupferkesseln fühlt man sich in eine Hexenküche versetzt. Wir sind in der Berliner Likörfabrik, in einer der oberen Etagen eines alten Backsteingebäudes auf dem Gelände der Universität. Genauer: in den ehemaligen Räumlichkeiten der ehedem universitätseigenen Brauerei, heute zugehörig zum Institut für Gärungsgewerbe. (mehr…)