An einem bitterkalten Februarsamstag war ich schon ein paar Stunden auf den Beinen und sehnte mich durchgefroren nach einem Ort zum Aufwärmen. Besonders gerne wähle ich dafür Weinläden und in diesem Fall war dies mein großes Glück: in einem sehr geschmackvoll auf zwei Etagen eingerichteten Lokal bietet hier Dirk Lück fast ausschließlich südfranzösische Weine feil. Die eine und einzige Ausnahme bildet ein Mosel-Saar-Ruwer-Winzer, von dem unter anderem ein prämierter Riesling erhältlich ist. Ansonsten liegen die regionalen Schwerpunkt in Languedoc-Roussillon, Minervois, Corbieres. Genau wie mein Stammladen Le Charreau in Bonn. Und auch bei Les Rouges du Midi werden alle Weine direkt importiert. Ein würdiger Nachfolger zumindest für diese Regionen ist also gefunden. Und, welch Wonne, mit meiner Frage, ob der Angebotswein was für Viel- oder Wenigtrinker sei, konnte er gleich was anfangen. Diese Hürde ist schon mal genommen, die erworbene Flasche öffne ich demnächst und bin gespannt. (Ist geschehen, sehr zum empfehlen; prägnante “wilde” Wacholder- und Hagebuttenoten.)
Bei Les Rouges du Midi gibt’s übrigens auch die meisten Cuves von Clavel. In anderen Läden (Les Caves, Montparnasse) habe ich bisher nur den Le Mas gesehen und dies zu einem stark überteuerten Preis.
Nur Proben gibt’s keine mehr, wie schade.

Les Rouges du Midi
Knaackstr. 54
10435 Berlin
www.rouges.de
U2, Eberswalder Straße oder Senefelder Platz