Wenn man gegen die bloße Existenz von Haushaltsgeräten eine Allergie entwickeln könnte, würde mir wohl eine extreme Staubsaugerallergie attestiert. Ich mag diese Dinger nicht, ich bekomme die Krise bei dem Geräusch und finde sie in den meisten Fällen höchst unpraktisch und überflüssig. Das gleiche ich aus mit einer besonderen Zuneigung für Besen und Bürsten aller Art. So habe ich nicht von ungefähr Die Imaginäre Manufaktur (DIM) zu einem der tollsten Läden Berlins erkoren. Auf jeden Fall finde ich ihn typisch, auch wenn so eine Aussage ja eher schwer zu konkretisieren ist. In der DIM werden seit 150 Jahren von blinden und behinderten Menschen (so steht das in der Selbstdarstellung) auf traditionelle Weise Besen, Bürsten, Pinsel, Korbwaren und Stuhlgeflechte hergestellt.
Spontan verliebt habe ich mich in einen Kehrbesen aus schwarzen und weißen Puscheln, den ich im Paar mit einem schwarz emaillierten Kehrblech erwarb. Beides mit Buchenholzstiel gefertigt und somit auf Dauer angelegt. Eigentlich logisch: der Besen lässt sich wie Haare mit mildem Shampoo reinigen und damit das Holz nicht aufquillt, sollte man ihn trocken föhnen.
DIM – Die Imaginäre Manufaktur
Oranienstraße 26
10999 Berlin
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