Falafel sind ja so ne Sache. Berlin ist voll mit Dönerbuden und entsprechend hoch ist die Falafelquote. Aber gute Falafel sind nochmal ein Thema für sich. Zum Glück hat mein kulinarisches Näschen mich gleich in einen Laden der Superlative geführt, von dem ich sagen würde: Bei Nil in Friedrichshain gibts mit die besten Falafel, die ich bisher gegessen habe. Sie sind frisch gemacht, knusprig und der Clou: unter anderem ist Zimt im Teig. Dazu gibts noch ein paar mehr Gimmicks, denn Nil ist ein sudanesischer Imbiss. Tja, hm, Sudan, so habe ich auch geschaut, was verbinde ich damit? Nicht viel, ausser weit weg und Falafel irgendwie schon gar nicht. Umso cooler ist die Kombination auf meinem Teller (der sog. Veganteller für 4 Euro): fritierter Haloumi-Käse, Maniok-Pommes und dazu Erdnussauce. Außerdem knackfrischer Salat und ein Fladenbrot, aber der Rest ist schon so sättigend, dass ich das Brot nicht mehr packe.
Das weitere Angebot umfasst Foul (das ist eine Paste aus dicken Bohnen), Aswad (als “Auberginensalat” deklariert), diverse Sößchen und auch Fleischesser kommen nicht zu kurz. Zudem steht Suppe auf der Speisekarte und als Drinks werden Hibiskusblütensaft, Limonensaft und diverse Shakes serviert.
Atmosphäre und Service sind sehr freundlich und passen zu dem in Ocker gehaltenen Lädchen. Dieses hat übrigens noch eine Filiale und die befindet sich in Kreuzberg [total versteckt: wenn man aus der Haltestelle Schlesisches Tor kommt, geht die Oppelner Straße schräg rechts ab].
Zweittest im August: Die Kombi ist weiterhin großartig, die Falafel frisch, wenn auch diesmal mit weniger Zimt und gelben Linsen und/oder Mais im Teig. Lecker auch die Variante mit Bockshornklee-Quark und Auberginenpuree.
Nil – sudanesischer Imbiss
Grünberger Str. 52 (Friedrichshain, unweit Warschauer Str.)
Oppelner Str. 4-5 (Kreuzberg, direkt am Schlesischen Tor)
www.nil-imbiss.de