Kristallene Lüster, schwere Vorhänge, kunstvoll geschnitze Stühle, feinziselierter Deckenstuck: die Einrichtung des berühmten Café Gerbaud in Budapest am noblen Vörösmarty Tér [also am Vörösmarty-Platz] macht schon was her. Kaiserinnen und Könige haben hier bereits gespeist und ihren Kuchen verzehrt. Also nichts wie hin -zum Anschauen zumindest. Denn so hui das Äußere, so enttäuschend war, was wir letztendlich zu horrenden Preisen serviert bekamen: Einen durchschnittlich leckeren Kaffee und eine Sachertorte, die im Original-Hotel um einiges besser schmeckt – und größer ist.  Zudem wird auf der Terasse noch eine Bedienungspauschale aufgeschlagen, was ich ziemlich dreist finde, zumal die rustikal gekleideten Serviererinnen überall hin außer nach ihren Gästen schauen.  Ein Erlebnis ist es trotz alledem, doch gibt es andere Cafés, die ebenso atmosphärisch, dafür viel günstiger sind und besseren Kuchen servieren.

Café Gerbaud
Vörösmarty Tér 7
Budapest