Meine erste Notiz zur Bar Eslaves: Wurde von einer Spanischlehrerin empfohlen. Essen soll sehr lecker sein, die Bar hat erschwingliche Preise. Ist auf jeden Fall immer sehr voll. Wird im Buch Las Mejores Tapas de los Chefs Españoles (Im Deutschen nur Tapas) erwaehnt. Ebenso Casablanca in der C/Zaragoza, supernah an der Pza Nueva. Leider auch winzig. Aber direkt nebendran ist ein Restaurant der gleichen Besitzer. Dort ist eine Voranmeldung unbedingt angeraten.

Mittlerweile habe ich die Bar Eslaves zweimal getestet. Sie haben großartiges Essen und sehr gute Weine. Das Publikum ist ziemlich pijo, sprich Männer mit (im Winter) gebügelten Streifenhemden, Woll-V-Ausschnitt-Pulli und Roy-Black-Frisur, die Damen ebenfalls konservativ in der weiblichen Variante gewandet (hoher Perlenohrringanteil) und wenn man nicht ebenso gekleidet ist oder zumindest auf einen optischen Künstler-Bonus zählen kann, wird man schräg angesehen. Das tut der Qualität des Essens aber keinen Abbruch, die Einrichtung ist auch sehr nett und für deutsche Augen vermutlich mal erholsam „normal“: Blau gestrichene Wand, schlichte Holzregale. Das Essensangebot für Veggies ist gering, aber wer fährt schon nach Andalusien, um die große vegetarische Küche kennenzulernen? (gibts aber auch, zum Beispiel im Madrúgula)

Getestete Gerichte: Spinatstrudel mit einer sehr leckeren Sahnesauce und Delicias de verduras: eine Art gratinierte Gemüsecrme, ebenfalls lecker. Meine Begleiter hatten div. Fisch- und Fleischgerichte gekostet und waren gleichermaßen sehr zufrieden.

Die Weine sind gut ausgesucht, unter anderem servieren sie einen Mantel Bianco, der sehr gut ist: Aromen von Ananas bis Melone, sehr gehaltvoll und gleichzeitig erfrischend.

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