Gut zu wissen


Noch nicht ganz ausgereift, aber durchaus brauchbar:

http://www.vmzberlin.de/

Wichtig ist nur, dass man im Menü links die Fahrradoption anklickt.

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„süßwaren mit milch die es nicht gibt“. Wie? Doch, genau so hat jemand neulich gegoogelt und kam dabei auf meinen Blog. Fragt mich nicht wie, ich wüsste nicht, dass ich das irgendwo geschrieben hätte. Geht man nach den weiteren Sucheinträgen, erlebt das Boccondivino derzeit seine Blütezeit, ist das Café Fleury allseits beliebt und muss sich die Cucina Casalinga Populare-Crew nun wirklich keine Sorgen machen. Auch Kokosmakronen werden offensichtlich gerne gegessen und wer noch nicht bei Mustafas Gemüse-Döner war:also dann nix wie hin bitte (sie machen etwa um 3 Uhr morgens Schicht). Wie war das Leben langweilig ohne Suchstatistik!

„Aalsoo“, damit beginnt der Rheinländer wichtige Ausführungen, „aalsoo“, ich hab ja grad wieder was nützliches gelernt. Und zwar über Makronen: rein begriffstechnisch ist nämlich eine Makrone ein zartes Gebäck mit Mandeln, Eiweiss und Zucker. Statt der Mandeln können auch andere „eiweiss- und fetthaltige nussähnliche Zutaten außer Erdnuss“ beigefügt werden; die Makronen wird dann zu einer Bindestrich-Makrone und nennt sich bekanntermaßen Kokos- oder Haselnussmakrone.

Was die Makrone von Baisergebäcken (Eischnee, Zucker, Geschmackszutat) unterscheidet, ist, tataa: das Abrösten. Wat is dat denn nu wieder?, fragt jetzt wieder mein Rheinländer. Tja, lieber Bewohner des schönen Landstrichs zwischen Koblenz und Ddorf: Dat heißt, dass man die Masse im Wasserbad bis auf 40/45°C erhitzt, bis sie anfängt zu „schlängeln“. So nennt das die Mutter einer Backforumsmitschreiberin und meint damit:bis die Masse sichtbar abbindet. Sie darf aber auf keinen Fall gerinnen. Um das zu verhindern, gilt es

– erstens nur flüssiges Eiweiss zu verwenden, auf keinen Fall aufgeschlagenes

– und zweitens, die Masse nicht zu sehr zu erhitzen.

Ziel des Abröstens ist es, die Zuckerkristalle möglichst vollständig zu lösen (deshalb, Kombiniere Knatterton, soll man immer Puderzucker verwenden) und außerdem eine durch die Hitze beförderte Eiweiss-Kohlenhydrat-Bindung zu erzeugen sowie zusätzlich den Flüssigkeitsanteil der Masse zu verringern.

Aufmerksam auf diese Technik (in Backbüchern ist sie wahrlich nicht verbreitet, selbst im Lenôtre zu Patisserie steht dazu kein einziges Wort) wurde ich im Buch „Patisserie“ von Kurt Matheis aus dem Matthaes-Verlag.

Ich habs doch schon immer gewusst: Baden-Württemberg ist die führende Feinschmeckerregion Deutschlands. Das findet  auch das Ministerium für Ernährung in einer aktuellen Pressemitteilung. Aber nix gegen Berlin, hier kann man sehr gut essen. Wenn auch nicht regional. Aber besser als Pommes und Bratwurst resp.  Rivkooche und Sauerbraten im Rheinland.

Also mal ehrlich: wenn die Bayern nicht wären, wüssten wir Deutschen doch gar nicht, was wir für typisch deutsch halten sollten. Tischdecken in weiss-blauen Karos, auf dem Tisch ein Bierkrug und zwei Brezn, die sich daneben kringeln – leichter war Identität nie zu haben. Man sollte ja meinen, dass deren Stifter dann auch Wert darauf legen, ihre Bestseller auch bestmöglichst zu produzieren. Ein sehr subjektiver, doch umso ausführlicher Brezntest hast kürzlich allerdings ergeben: die besten Brezn sind gar keine. Sie sind bestenfalls Bretzl(e) – bei Bäcker Neu in Karlsruhe, Herrenstraße/Ecke Prinz-Erhard-Straße – und noch eher Brezeln. Und zwar in Berlin. Alle Testobjekte in Bayern waren klein, trocken und weit von ihrem Ideal entfernt. Wie das aussehen muss, habe ich hier schon beschrieben. Immerhin macht den Bayern in Sachen Bier keiner was vor. Und ein schöner Schein ist ja auch was wert.

… die Brigitte von Juli 1999 hingelegt, da war ein tolles Erdbeerrezept drin. Und Jamie hat doch in seiner letzten Sendung so ein tolles Curry gekocht, wie war das nur — Rezeptsuche per Papier und in Foren adé, nun wird elektronisch gesammelt und archiviert: http://www.rezkonv.de/

Radreperaturen gehören für mich zu den Tätigkeiten, in die ich mich jedes Mal erst wieder reindenken muss und die dadurch nicht immer das Ergebnis liefern, das ich mir vorstelle. Dankbar bin ich deshalb über Shops wie den Endenicher Radladen (Wiesenweg), bei dem ich bisher immer zufrieden war.

Steht eine kleine Reparatur an, kostet’s nicht viel; der Inhaber schaut auch immer darauf, ob Teile noch weiter verwendbar sind und macht kein Geschäft daraus, möglichst viele Ersatzteile zu verhökern, wie das ja leider in anderen Bonner Radläden der Fall ist. Vielmehr ist es oft eher so, dass er sich beinahe entschuldigt dafür, dass es nun günstiger geworden ist als gedacht oder 10 cent teurer…

Auf jeden Fall fühle ich mich bzw. mein Fahrrad dort immer in besten Händen. Ein Beispiel: eiert meine Kette, raten mir andere Läden immer zur Erneuerung. Der Inhaber des Radladens schaut sich die Kette an, fragt, wieviel man fährt und rät, sie etwas zu reinigen, nochmal zu fetten und erst in zwei Monaten auszutauschen. Das wär ja dann erst nötig.

Oder: Felge kaputt, Komplettaustausch nötig. Bei gleicher Gelegenheit lasse ich Mantel und Schlauch auch neu aufziehen. Gratis-Service: Bremsen, Schaltung und Licht werden mit überprüft, Kette neu gefettet.

Oder: Rücklicht wackelt; es hat sich aus der Halterung im Alu-Schutzblech gelöst. Die Lösung hier: die Halterung neu verlöten. Frühere Erfahrung woanders: neues Schutzblech. Das bringt aber nix, weil die Halterung immer wieder ausleiert.

Übrigens blüht im Frühling hinter dem Haus eine traumhafte Kapuzinerkresse-Wiese.

Endenicher Radladen

Wiesenweg
www.endenicher-radladen.de/

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