Davon rate ich ab


Ein Wein für eine Feier sollte es sein, nicht zu teuer entsprechend, da das bei einer Gesellschaft mit vielen Leuten ja eh nicht ausreichend gewürdigt werden kann. Aber auch keine Plörre. Noch nach Ladenschluss ließ man mich bei Paasburg ein, beriet mich trotz laufender Veranstaltung und empfahl Domaine de Bisconte, Côtes du Roussillon, 2005. Ein „toller“ Wein sei dies, ein „großartiges Preisleistungsverhältnis“. Abgesehen davon, dass der Wein anderorts 2 Euro billiger verkauft wird, habe ich mein Lehrgeld reichlich gezahlt: der Wein ist okay, aber das Geld nicht wert. Und von toll kann keine Rede sein, auch nach einer Stunde Luftkontakt nicht. Flach, kurz, ein bisschen Tannin, immerhin wenig Säure. Lakritznoten – aber sonst nicht viel. Tja. Hätte man ihn mir als günstigen Vino aus dem französischen Supermarkt verkauft, hätte ich das auch geglaubt. Nur hätte ich dann nicht so viel Geld ausgegeben. Schade, denn auf die Beratung bei Paasburg habe ich bisher viel gegeben.

Zum Glück hatte ich bei Montparnasse noch zwei Flaschen Syrah von Les Fontanelles mitgenommen. Der ist wirklich verlässlich gut.

Nachtrag:
Zwei Tage später war der Wein gut trinkbar, man könnte ihn sogar als lecker bezeichnen. Aber wann weiß ich schon zwei Tage im Voraus, ob und welchen Wein ich trinken werde?

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Marco Polo hat die Nudeln aus China mitgebracht, das können die Italiener noch so oft dementieren. Was aber nichts daran ändert, dass Spaghetti italienisch sind und nur in Notsituationen ihren Weg in asiatische Kochtöpfe finden sollten. In einer solchen befindet sich ganz offensichtlich das Buffet Chang in der Bonner Friedrichstraße. (mehr …)

Nachtrag als Prolog (März 07):
Der Kontakt im Hauptgeschäft war derart abstoßend, dass ich bei Weine und Vinos nicht mehr einkaufen werde. Es ist nicht Job des Kunden, die internen Verbuchungen und Gutschriftenwege zu kennen und es ist eine Unmöglichkeit, die eigene Unfähigkeit unter Vorwürfen an den Kunden zu verstecken. Ich bin verärgert und schockiert und streiche den Laden hiermit von meiner Empfehlungsliste.
Aus archivarischen Vollständigkeitsgründen belasse ich meinen bisherigen Eintrag im Blog: (mehr …)

Wenn die Engel Plätzchen backen, färbt sich abends der Himmel rot. Und wenn sie morgens backen, duftet es ganz herrlich nach frischem Kuchen und Schokolade. In solche eine himmlische Bäckerei führte mich gestern eine Verabredung zum Frühstück ins Barconi’s in der Bergmannstraße. (mehr …)

Tja. Es hätte so einfach sein können. Erwartungen wecken und sie auch erfüllen. Nicht schwierig in Bonns Gastroszene, so sollte man meinen. Doch das Maya legt sich von Mal zu Mal mehr Steine in den Weg. Nach einem kruden Eröffnungsstart ließ ich mich dazu überreden, eine zweite Chance zu geben. Bin ja nicht so. Sollte aber besser so sein, denn das Essen war weder sehr mexikanisch noch irgendwie lecker. Bestellt hatte ich eine Quesadilla, geliefert wurde eine Art zäher Pfannkuchen, in leicht angeranztem Öl gebacken. Mit ein bisschen Käse gefüllt und mit trostlosen Maiskörnern aus der Dose und einer armseligen Gurkenscheibe garniert. Keine Salsa, kein Chili, Koriander oder was sonst das Leben spannend macht. Immerhin war die Bedienung nett, wenn auch nicht sonderlich schnell oder organisiert. Weiterhin bin ich darüber enttäuscht, dass hinter dieser miserablen Leistung einige Leute mit langjähriger Gastroerfahrung stecken. Ist da mehr nicht drin? Oh wei.

Wer ganz großes Service-Kino erleben möchte, bestellt bei DHL ein ePaket, bezahlt im Voraus, erhält dann die Info, das Paket werde zum gewünschten Datum „zwischen 8 und 20 Uhr abgeholt, genauere Angaben können wir leider nicht machen“. Und wartet. Geht den ganzen Tag nicht unter die Dusche, denn es könnte ja klingeln. Rennt panisch in den Keller und auf den Speicher, wühlt dort nur kurz in den Umzugskisten, man könnte ja das Klingeln überhören. Und hätte dann einen Zettel im Briefkasten, mit dem man zur nächsten Filiale gehen und dort „kostenlos“ sein über 30kg schweres Paket abgeben kann. Und wartet. Und wartet. Bis 17 Uhr. Bis 18 Uhr. Bis 19:57 und bis 20:50 Uhr. Nix. Null. Kein Klingeln, kein Zettel, kein DHL. Keine Reaktion auf Beschwerdemails und keine Hotline angegeben. Das nenne ich schnelles Geld. Wieviele Kunden sind das täglich? Ein kleines Vermögen ohne Gegenleistung. Ich gründe jetzt auch einen Paketservice. Grmpf.

Sevilla: Casa Paco, Alameda de Hercules, Nr. 27 oder 23, nette Karte, nette Leute. Als ich das erste Mal dran vorbeikam war kein Tisch frei, was ich damals bedauerte. Bei einem zweiten Besuch mit Freunden hatte ich mehr Glück. Aber auch das bedaure ich. Denn die Bedienung hatte keinen Bock und das von Anfang an: sie ließ uns 20 Min. warten, kam dann vorbei, um die Getränke aufzunehmen, ließ sich wieder superviel Zeit und brachte dann die falschen Gerichte. Am Ende wollte sie zuerst nicht abrechnen und meinte, wir hätten doch schon bezahlt. Ich hätte nicth so ehrlich sein sollen, und dies verneinen. Denn sie kam eine weiter halbe Stunde lang an unseren Tisch und als ich reinging, um sie zu fragen, ob sie nicht kassieren wolle, schickte sie uns an die Theke. Bei weniger korrekten Kunden hätte sie das vertauschte Essen bezahlt… Das Essen selbst war ok, aber keine Glanzleistung und es war wenig und dafür relativ teuer. Minus 10 Punkte. Das einzig Tolle an dem Laden ist das antike Marmorwaschbecken auf der Damentoilette.

 

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