Schnell was essen


So ganz ohne persönlichen Check gebe ich Tipps ja nur selten weiter. Doch da die Quelle sowas von zuverlässig ist, was kulinarische Höhepunkte anbetrifft, sei an dieser Stelle eine Ausnahme gemacht und ein Kleinod weitergegeben: Unweit des Bonner Café Blau (konkret: zwei Häuser links daneben in der Franziskanerstraße) gibt es einen Koreaner, der köstliche und preiswerte Gerichte anbietet und dabei im Mutter-Vater-Kind-Betrieb auch höchst nett im Service ist. Exklusiv samstags wird eine große Schüssel Chapchae zubereitet und an die Fans verkauft. Wat dit is? Ein Salat aus Glasnudeln und gebratenem Gemüse, mit Sojasauce und Sesam gewürzt – sehr schmackhaft.

Mit Besuch im Prenzlauer Berg unterwegs, mittags mal was essen wollen — eigentlich keine große Aufgabe, aber wenn man nicht sooo viel Lust auf Kollwitz- und Helmholtzplatz-Publikum hat, muss man ein bisschen in die Nebenstraßen ausweichen.

Mein Favorit für asiatischen Mittagsschmacht ist das Tofu in der Erich-Weinert-Str. 1, 10439 Berlin.

Da ein Blog-Kollege das Essen schon ausführlich beschwärmt hat, verlinke ich diesmal einfach. Und wo wir schon dabei sind: bei der Suche nach der genauen Adresse bin ich auf einen Artikel über einen Berliner Tofuproduzenten gestoßen. Wat et hier nich allet jiibt.

Mitten in Mitte sind Hungerattacken so eine Sache: Man wandelt nichtsahnend vom Hackeschen Markt und plötzlich ist der Besuch unglaublich hungrig. Nicht dass die Gegend gastronomiefrei wäre, bewahre! Doch widerstreben mir allzu touristische oder noble Locations, wenn ich eigentlich gleich wieder weiter ziehen und ziemlich eigentlich auch was Leckeres essen möchte.

Eine gute Zuflucht bietet hierfür New Asia Snack in der Münzstraße 22. Frische Gerichte, soweit auf den ersten Blick beurteilbar mit wenig oder gar ohne Geschmacksverstärker und gleichzeitig so große Portionen, dass sie bei Monsieur Vuong glatt zwei draus machen würden.

Wir waren gleich zweimal hintereinander dort: Meinen Besuch entzückten die scharfe Thai-Suppe mit Rindfleisch (1,80 €) und das gebratene Rind mit Currysauce (4,50€). Der Fisch – auch in Currysauce (4,50€) -war etwas zu sehr fritiert, die Soße aber dennoch lecker. Bei den vegetarischen Gerichten empfehle ich an erster Stelle das Chop Suey (auch mit Tofu erhältlich); gute gewürzt und scharf, doch etwas zu salzig war das Tofu-Curry nach Thai-Art. Auch die vegetarische Gemüsesuppe (1,50€) war lecker, ohne Fertig-Würze und dem Anschein nach wirklich auch mit Gemüsebrühe – oft bekommt man ja doch eher eine Hühnerbrühe serviert.

Dass zahlreiche asiatisch aussehende Gäste anwesend waren, interpretiere ich als zusätzliches Qualitätsmerkmal.

New Asia Snack
Münzstr. 22
10178 Berlin
030-24726477

Karneval ist ein bisschen wie Kaffeetrinken: Erst findet man’s bäh, und wenn man einmal Blut geleckt hat, kommt man nicht mehr davon los. Und man hat dann auch verstanden, dass der eigene Alkoholpegel genauso wie die Zahl fremder Hände am Hintern durchaus kontrollierbar sind. Nichtsdestotrotz nimmt man Alkohol zu sich, und da es zudem an Karneval immer saukalt ist, steigt das Bedürfnis danach, etwas Deftiges zu essen.

Günstiger könnte hierfür die Frittebud in der Bonner Franzstraße nicht liegen: Neben Bla und Nachtschicht und unweit all der Kneipen auf der Maxstraße befindet sich hier ein kleiner, feiner Imbiss. Da is nix mit tiefgekühlte Rindshackfrisbees in die Frittös‘ werfen und zwischen zwei Labberbrötchen quetschen – nee, dat wird vor den Augen des Kunden frisch zubereitet, wird aufgeschichtet mit diversen klassichen und ein paar modernen Zutaten zu einem riesigen Burger, der dann mittels Holzspieß zusammengehalten wird. (mehr …)

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Fertiggerichte stehen selten auf meiner Einkaufsliste. Sie gehören eher zu den Spontankäufen, die mich ereilen, wenn ich soviel Hunger habe, dass ich gaaaanz schnell was essen muss. Und es meistens bereue, sobald ich dann die Packung aufgepfriemelt und (zumeist) in den Ofen geschoben habe.
Eine positive Überraschung habe ich nun neulich erlebt, als ich das von mir in Köln, in einem tollen indisch-afrikanischen Laden am Neumarkt/Josef-Haubrich-Hof erstandene Matar Paneer (ein Gericht aus Käse, Erbsen und einer Soße mit vielen Gewürzen) probierte. Das Gericht qualifizierte sich zur Wanderung in meinen Einkaufskorb durch die Abwesenheit von jeglicher Art Geschmacksverstärker auf der Zutatenliste. Diese glänzte vielmehr durch die genaue und korrekt übersetzte Benennung aller verwendeten Gewürze.
Ich wärmte das Gericht als Büro-Mittagessen in der Mikrowelle auf Basmatireis auf. Das klappte gut, es wurde nicht matschig oder ölig. Die Packung enthält sehr viel (für meinen Magen zu viel) Käse, reichlich Erbsen und eine passende Menge Soße. Es schmeckt nicht sooo gut wie frisch gekocht, aber es ist durchaus lecker, hat eine angenehme Konsistenz und ist mit einer angenehmen Menge Salz versehen. Die Erbsen waren nicht matschig und die Soße nicht pampig.
** Urteil: eine nette Abwechslung und auf jeden Fall eine Alternative, wenn man Lust auf das Gericht hat, aber keine Zeit/Muße, den Käse selbst zuzubereiten. Preis ist mit 1,99 in Ordnung.

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Falafel sind ja so ne Sache. Berlin ist voll mit Dönerbuden und entsprechend hoch ist die Falafelquote. Aber gute Falafel sind nochmal ein Thema für sich. Zum Glück hat mein kulinarisches Näschen mich gleich in einen Laden der Superlative geführt, von dem ich sagen würde: Bei Nil in Friedrichshain gibts mit die besten Falafel, die ich bisher gegessen habe. (mehr …)

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Mit ins fremde Land nehmen alle Menschen wohl vor allem ihre kulinarischen Traditionen. Und so ist es eigentlich nur logisch, dass an einem manchmal (menschlich) so unwirtlichen Ort wie Berlin neben all den indischen, thailändischen, türkischen und chinesischen Spezialitäten sich ein Schwabe gedacht hat: Des könne mir au. Un schwupps! hot’r dr Spätzelexpress uffgmacht. Alderle, kann ich da nur sagen, es stimmt immer: Wenn Schwoba ebbs machet, no machet ses riachdig! (mehr …)

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