Rezepte


Das habe ich mir anders vorgestellt: zurückkommen aus Lissabon am 23. Dezember, all die mitgebrachten Leckereien auspacken und sie an einem der Weihnachtstage genüsslich mit Freunden verspeisen. Denkste; im Gepäck war auch eine ordentliche Erkältung, die mich die ganze Woche außer Gefecht setzte.

Irgendwann war ich dann wenigstens wieder fernseh-fähig, sodaß ich mir endlich die Folgen von Jamie at Home ansehen konnte. In der Sendung zu Zwiebeln brutzelt er in einem Outdoor-Holzofen, der mir den Atem raubt und den Neid auf die Stirn schreibt, ganz grandios Kartoffeln und rote Zwiebeln, und zwar in einer Marinade aus Olivenöl (haha, was sonst bei Jamie), Rosmarin, Lorbeer, Butter und: einer halben Flasche Balsamicoessig. Letzteres hört sich erstmal wild an, sieht aber superlecker aus und was man so im Netz liest, hat sich das Rezept bewährt und regte auch in Australien zum Nachkochen und begeisteren Verspeisen an. Mit etwas Glück findet man das Video über diese Seite oder diese.

Das Prinzip: (mehr …)

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Mehrfach schwärmte ich bereits von den Schokoladenmakronen, die ein elsässer Patissier in Colmar und Straßburg verkauft. Knusprig, saftig, herrlich schokoladig – oft kopiert und nie erreicht. Ich habs noch nicht raus, was genau der Trick ist – dieses Rezept kommt aber ziemlich nah dran. Ich empfehle, die Makronen nicht zu sehr durchzubacken, sonst werden sie zäh. Und ruhig ein paar Tage durchziehen lassen, das tut ihnen gut. Weitere Schokoladenrezepte (auf französisch) gibts hier. Und hier Makronenrezepte ohne Ende.

Auf Nachfrage haben mir die Elsässer zwar nicht das Rezept für ihre tollen Schokomakronen geschickt, dafür aber eines für ganz hervorragende Kokosmakronen.

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Alle Weihnachtsliebhaber mögen mir verzeihen, aber dieses Fest ist wahrlich nicht mein liebstes. Allein, die typischen Süßwaren haben es mir dann ja doch angetan. Und selbst in spanischen Bäckereien, deren Backwaren mir sonst zu pompös, schaumig-sahnig-eischneeig sind, tauchen ab Herbst Leckerlis auf, die mich zum Kauf reizen. (mehr …)

Für mein Geburtstagsessen hatten wir auf dem Maybachmarkt und auf dem Herrmannplatz eingekauft und ganz tolle Mangos und rote Spitzpaprika erstanden. Die Paprika habe ich gefüllt, kleine Reste als Salatzutat gewürfelt und die Mangos ganz für Salat reserviert. Das Anrichten hat meine Freundin übernommen und weil die Farben so schön waren, häufte sie mittig auf den grünen Salat in der Schüssel die Mangowürfel, legte entlang des Randes Paprika- und Tomatenwürfelchen im Kreis und als Trennung zwischen beiden Farben einen Kringel schwarze Oliven. So ist ganz zufällig ein Schwarz-Rot-Gold-Salat entstanden. Sollte demnächst wieder ein internationales Essen mit „typischer deutscher Küche“ anstehen, werde ich mir erlauben, als ironischen Scherz diesen Salat zu servieren. Möchte ja nicht ernsthaft des Nationalismus bezichtigt werden ….

Fotos gibt’s leider nicht, aber vielleicht ja bald bei der Reloaded-Version.

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Meine Entdeckung der Saison sind Petersilienwurzeln. Nein, nicht die Feldfrucht an sich – wir sind alte Bekannte. Sie würzte bei mir bisher klassisch Suppen (ganz köstlich, wenn man Lauch, Karotten, fein gehobelte Petersilienwurzel sowie -stängel anröstet und dann säuerliche Äpfel mikocht). Und auch für Salatsaucen sind wir gute Freundinnnen geworden – feingeraspelt unter das Dressing gemischt. Neu ist jetzt die Variante mit Pasta. Und zwar (mit dem Sparschäler oder der Mandoline) fein gehobelt, nach Agliolio-Art in Olivenöl langsam geröstet, etwas Knoblauch dazu angebraten (dezent bitte, denn er spielt hier ja nicht die Hauptrolle) und dann mit Spaghetti oder besser noch Linguine gemischt und mit fein geschnittener Blattpetesilie bestreut. Frischer Parmesan (oder Grana Padano, ich gehöre keiner der Schulen an) ist ein zwingender Begleiter. Köstlich. Statt Parmesan ist bestimmt auch frischer Ziegenkäse lecker.

Die heutige Version finde ich sogar noch einen Tick besser: (mehr …)

Wenn man etwa zwei Kilo tollen andalusischen Knoblauch mitgebracht bekommt, hat man ungefähr drei Möglichkeiten, damit umzugehen: (mehr …)

Sag ist es noch kochen? Noch backen gar? Darüber kann man streiten, jedenfalls ist die Darstellung definitiv das, was dabei rauskommt, wenn man Küchenkunst wörtlich nimmt. Sehr kreativ und zum Weiterdenken empfohlen: kleine Filmchen, die Rezept-teaching und Filmkunst auf das Notwendigste reduzieren und dabei auf das Kreativste verbinden.

Torta allo Yogurt

Torta Caprese

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